REPARATUR IN 3 EINFACHEN SCHRITTEN…

  1. Stellen Sie sicher, dass der Motor kalt und das im Kühlsystem vorhandene Kühlmittel rein ist. Nehmen Sie den Kühlerdeckel ab und füllen Sie die empfohlene Menge* Steel Seal® direkt in den Kühler ein. Schrauben Sie den Verschluss wieder fest. Bei Fahrzeugen ohne Kühlerdeckel kann Steel Seal® über den Ausgleichsbehälter eingefüllt werden**.
  2. Schalten Sie Heizung und Gebläse in der Fahrerkabine auf die höchste Stufe. Starten Sie den Motor und lassen Sie ihn im Leerlauf auf Betriebstemperatur kommen (Temperaturanzeige bei ca. 90°C). Dies dauert je nach Fahrzeug zwischen 10-25 Minuten. Lassen Sie ihn danach noch weitere 30 Minuten im Standgas laufen. Stellen Sie den Motor anschließend ab und lassen Sie das Fahrzeug vollständig auskühlen.
  3. Beobachten Sie die Temperatur während der gesamten Anwendung und stellen Sie den Motor sofort ab, falls er zu irgendeinem Zeitpunkt zu überhitzen droht!

  4. Falls erforderlich, füllen Sie anschließend frisches Kühlmittel bis zur angegebenen Markierung am Kühlmittelbehälter nach. Belassen Sie Steel Seal® einfach im Kühlsystem und fahren Sie ihr Fahrzeug wie gewohnt weiter!

Eine detaillierte Version des Handbuchs finden Sie hier: Wie Benutzt Man Steel Seal? (Detaillierte Version)

FÜR EIN OPTIMALES ERGEBNIS:

Falls zuvor andere Zusätze verwendet wurden oder Verunreinigungen im Kühlwasser bestehen, spülen Sie ihr Kühlsystem vor der Anwendung mit klarem Wasser durch (siehe Anleitung weiter unten). Es kann zu ungewünschten Reaktionen oder Blockaden in anderen Bereichen des Kühlsystems kommen, wenn ihr Kühlmittel kontaminiert ist. Füllen Sie ihr Kühlsystem im Anschluss an den Spülvorgang wieder mit dem vorgesehenen Kühlmittel („Kühlwasser-Frostschutzmischung“) auf und fügen Sie Steel Seal® dazu. Beginnen Sie dann den Reparaturprozess bei Schritt 1. Im Zweifel empfehlen wir stets die Spülung des Kühlsystems mit klarem Wasser vor der Anwendung, um anschließend ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Empfohlene Menge:

Hubraum Flaschen
Bis zu 2.5 Liter 1
2.5 bis 4.0 Liter 2
über 4.0 Liter 3

ZUSÄTZLICHE GEBRAUCHSANWEISUNGEN BEI VERBRENNUNGSDRUCK IM KÜHLSYSTEM

Folgende Anweisungen sollten beachtet werden, wenn sich starker Druck („Verbrennungsdruck“) im Kühlsystem aufbaut; üblicherweise erkennbar an Blasenbildung im Kühlwasser und extrem harten Kühlerschläuchen während des Betriebs oder starkem Druck beim Öffnen des Behälters.

Methode 1 (für Kfz-Mechaniker)

Stellen Sie zunächst fest welche(r) Zylinder den Gegendruck verursacht, indem Sie der Reihe nach eine Zündkerze nach der anderen entfernen bis die Blasenbildung aufhört. Starten Sie den Motor jedoch immer nur mit maximal einer herausgenommenen Zündkerze!

A.) Sie konnten den Zylinder identifizieren, der den Überdruck im Kühlsystem verursacht? >>> Beginnen Sie den Prozess bei Schritt 1 mit herausgenommener Zündkerze des betreffenden Zylinders. Entfernen Sie nach Möglichkeit auch die Einspritzleitung des betreffenden Zylinders um den Sprit, der unverbraucht in den Verbrennungsraum gelangt, zu reduzieren. Vergessen Sie nicht beides nach dem Reparaturprozess wieder einzusetzen.

B.) Sie konnten den Zylinder nicht identifizieren oder es sind zwei oder mehr Zylinder die den Überdruck im Kühlsystem verursachen? >>> Fahren Sie mit Methode 2 fort.

Methode 2 (empfohlen für Nicht-Mechaniker)

Stellen Sie sicher, dass der Motor kalt ist. Entleeren Sie den Ausgleichsbehälter soweit, dass das vorhandene Kühlwasser am Boden des Ausgleichsbehälters gerade noch sichtbar ist. Füllen Sie die benötigte Menge Steel Seal® in den Ausgleichsbehälter ein und lassen Sie den Verschluss während des Prozesses abgenommen. Somit kann der Druck im Kühlsystem entweichen und Steel Seal leichter in den Motor-Kühlkreislauf gelangen. Falls Sie die Möglichkeit haben Steel Seal® direkt in den Kühler einzufüllen, tun Sie dies und lassen Sie den Kühlerdeckel während des gesamten Prozesses abgenommen.

**Hinweis: Falls Sie Steel Seal® über den Ausgleichsbehälter einfüllen müssen, stellen Sie zunächst sicher, dass ausreichend Platz vorhanden ist, indem Sie ggf. etwas Kühlwasser (ca. bis 1-2cm über dem Boden des Behälters) ablassen. Somit wird sichergestellt, dass Steel Seal® während der Anwendung in den Kühlkreislauf gesogen wird und nicht nur im Ausgleichsbehälter verbleibt. Fahren Sie anschließend mit Schritt -2- fort.

EXPERTEN-TIPP:

Fahren Sie die ersten 100km nach der Anwendung bei geringer Drehzahl, bringen Sie dabei den Motor auf Betriebstemperatur und lassen Sie ihn wieder abkühlen. Steel Seal bleibt noch einige Tage im System aktiv und hat so die Chance eventuell noch nicht ganz abgedichtete Bereiche nachzudichten. Überprüfen Sie außerdem nach den ersten 100km den Kühlwasserstand sowie alle Schläuche und Verbindungen des Kühlsystems auf Kühlwasseraustritt. Es kann bei älteren Fahrzeugen durchaus vorkommen, dass aufgrund des wiederhergestellten vollen Kühlwasserdrucks, als Folge einer erfolgreichen Abdichtung der Zylinderkopfdichtung, poröse oder rissige Gummidichtungen oder Schläuche, insbesondere an der Wasserpumpe, nachgeben und getauscht werden müssen. Es ist uns wichtig hier festzuhalten, dass die Ursache dieser Folgeerscheinungen nicht bei Steel Seal® sondern den veränderten Druckverhältnissen im Kühlsystem liegt. Steel Seal® ist basisch und greift keine Metalle oder Kunststoffe im Kühlsystem an.